
Oft wirkt in uns vieles, das wir nicht greifen können. Wir spüren, dass etwas nicht stimmig ist oder merken, dass wir uns eine Veränderung wünschen. Oft wissen wir jedoch nicht, woher dieses Empfinden kommt oder wie wir ihm begegnen können. Wenn sich dein Blick öffnet, wirst du erkennen, wie alles zusammenhängt. Die systemische Aufstellungsarbeit hilft dir zu sehen, was in deinem Leben Einfluss nimmt und was sich lösen kann. Durch das Aufstellen von Themen wird sichtbar, was im Inneren wirkt. Mit Figuren, Bodenankern oder Stellvertretern zeigt sich, was bisher keinen Platz hatte. Dadurch werden verborgene Dynamiken, Muster oder Ursprünge des Anliegens sichtbar. Neue Perspektiven entstehen und Veränderung wird möglich.
Dabei geht es nicht um richtige oder falsche Bilder. Es geht um Wahrnehmung und Anerkennung. Wiederkehrende Themen dürfen gesehen werden. Unausgesprochenes kann Ausdruck finden. Das, was geschehen ist, kann jedoch nicht verändert werden. Doch es kann mit Mitgefühl betrachtet werden. Dadurch entsteht Ruhe. Diese innere Veränderung wirkt sich spürbar auf das ganze Leben aus. Wenn wir nicht mehr festhalten, kontrollieren oder auf Distanz bleiben müssen, entsteht Raum für ein freies Leben in Liebe. Schon kleine Veränderungen können viel bewirken. Wie bei einem Mobilee genügt ein leichter Impuls, um Bewegung zu erzeugen. Jeder Mensch geht anders mit Situationen um. Deshalb gibt es keine allgemeingültige Lösung für ein bestimmtes Anliegen oder Symptom. Jeder Weg ist individuell und darf auch so betrachtet werden.
In der Aufstellungsarbeit zeigen sich drei grundlegende Prinzipien. Zugehörigkeit, Balance und Ordnung. Wenn eines dieser Elemente gestört ist, fühlt sich das Leben oft schwer oder blockiert an. Zugehörigkeit ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Balance sorgt für Stabilität. Ordnung bedeutet, am richtigen Platz zu stehen und das eigene Leben, leben zu dürfen. Wenn diese Bereiche wieder ins Gleichgewicht kommen, entsteht mehr Leichtigkeit.
Die Aufstellungsarbeit ist kein Ersatz für medizinische Begleitung. Sie versteht sich als ergänzende Unterstützung. Körperliche Symptome weisen oft darauf hin, dass Energie nicht frei fliessen kann. Wird dieser innere Zusammenhang gesehen, kann Entlastung entstehen. Die Aufstellungsarbeit richtet den Blick auf die Ursache. So dürfen Körper und Seele wieder Raum bekommen. Wenn Energie fliesst, wird Heilung möglich.
Kinderaufstellungen:
Als Kindergärtnerin stehe ich in engem Kontakt mit Kindern. Ich lerne sie kennen, sehe ihre Stärken und ihre Herausforderungen. Was ich weiss, Kinder möchten im Kern nur eines: geliebt werden. Um diese Liebe zu sichern, passen sie sich an. Sie versuchen zu überleben, denn ihr Überleben ist von der Liebe und Zuwendung der Eltern abhängig. Hier beginnt oft die Schwierigkeit, denn Kinder sind das „schwächste“ Glied im Familiensystem und zeigen dadurch häufig die grössten Belastungen. Sie wirken wie ein Spiegel der Familie. Ihre Überforderung zeigt sich durch ihr Verhalten, zum Beispiel Aggressivität, Hyperaktivität, Lernschwierigkeiten, Unkonzentriertheit, Rückzug oder Passivität. Dadurch zeigen sie, dass im Familiensystem etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Auch über ihren Körper machen sie dies sichtbar, etwa durch häufiges Kranksein, Unfälle, Allergien oder wiederkehrende körperliche Beschwerden. Kinder übernehmen dabei unbewusst eine grosse Verantwortung, ohne zu wissen, wie sie damit umgehen sollen. Diese Verantwortung gehört jedoch nicht zu ihnen. Es ist unsere Aufgabe als Erwachsene, sie zu übernehmen und in die Eigenverantwortung für unsere eigenen Themen zu kommen. Oft wissen wir jedoch nicht, was das Thema ist oder wo die Ursache für die Schwierigkeit liegt. Hier kann die Aufstellungsarbeit unterstützen, indem sie das Unsichtbare sichtbar macht. Gerne begleite ich euch mit Unterstützung der Aufstellungsarbeit. Denn je mehr geklärt und gelöst werden kann, desto weniger müssen die Kinder für uns tragen und desto mehr Leichtigkeit darf ins Familienleben zurückkehren.
Kinder bis min. 12 Jahre nehmen nicht an Aufstellungen teil. Es ist nicht ihre Aufgabe und die Prozesse sind oftmals zu komplex für Kinderseelen. Denn Kinder haben ein Recht darauf, sich sicher und geschützt zu fühlen. Deshalb ist sind es nicht die Kinder, die diese Themen lösen müssen, sondern wir Erwachsenen. Die Eltern übernehmen die Verantwortung und stellen die Themen ihrer Kinder stellvertretend auf.